Ich heiße Eva Hippler und bin als geborene Morath in Sulzthal aufgewachsen. Inzwischen bin ich 43 Jahre alt, promovierte Biologin, verheiratet und Mutter von 3 Kindern.
Nach dem Abitur bin ich von zuhause ausgezogen und habe 17 Jahre lang an verschiedenen anderen Orten gelebt. Den Kontakt zu Sulzthal habe ich dabei nie verloren. Seit 2018 wohne ich mit meiner Familie wieder in Sulzthal. Wir haben uns ein Haus gebaut und wollen hier bleiben.
Mit drei Kindern und einer Arbeit in Vollzeit ist der Alltag ziemlich gut gefüllt. Wenn ich aber Zeit für mich finde, dann sitze ich am liebsten an der Nähmaschine. Ich bin gerne kreativ und bringe das auch in unser Dorfleben mit ein. Seit vielen Jahren nähe ich die Kostüme für unsere Nachwuchs-Showtanz-Garde, in der auch meine Töchter tanzen
Ich habe mich nach vielen Jahren bewusst dazu entschieden, heimzukommen und mit meiner Familie hier zu leben. Natürlich war für mich dabei auch die Nähe zu meinen Eltern entscheidend, aber was mir an Sulzthal immer gefallen hat, ist der Zusammenhalt und unsere Dorfgemeinschaft. Außerdem liebe ich die idyllische und wunderschöne Lage im Tal. Ich fühle mich hier einfach wohl.
Generell sollten Entscheidungen, die unser Dorf betreffen, mit Verstand und Weitblick getroffen werden, ohne parteipolitische oder persönliche Interessen oder die Begründung, dass etwas schon immer so gemacht wurde. Dabei ist es für mich wichtig, die Bedürfnisse aller Einwohner anzuhören und in die Entscheidungsfindung mit einfließen zu lassen.
Als Sulzthalerin und Familienmensch möchte ich mit gutem Beispiel vorangehen und Verantwortung für uns, unsere Kinder und kommende Generationen übernehmen.
Außerdem sollte der Gemeinderat grundsätzlich einen Querschnitt der Einwohner abbilden, dafür sind bisher zu wenige Frauen vertreten. Ich hoffe, das wird sich nach der nächsten Wahl ändern.
Ich bin jemand, der sich gerne kümmert und empathisch ist. Außerdem kann ich als Naturwissenschaftlerin komplexe Zusammenhänge überreißen und Probleme strukturiert lösen.
Da ich viele Jahre woanders gelebt habe und verschiedene Gemeinden kennenlernen durfte, stehe ich für eine gute Kombination aus „alteingesessen“ und „frischer Wind“. Ich kann neue Ideen beisteuern, während ich gleichzeitig das Verständnis für die Traditionen und Gewohnheiten hier im Dorf mitbringe.
Auf den ersten Blick könnte man meinen, Sulzthal habe nicht viel zu bieten. Es gibt keine Geschäfte, keinen Bäcker oder Metzger, keine Schulen oder Ärzte. Es ist nicht die soziale Infrastruktur, die unser Dorf lebenswert macht, sondern die Einwohner und das, was wir gemeinsam immer wieder auf die Beine stellen.
Darum müssen wir uns bemühen, dass Sulzthal auch zukünftig attraktiv für junge Menschen und Familien bleibt. Unsere Dorfgemeinschaft ist kein Selbstläufer, sie lebt von engagierten Menschen, die hier wohnen wollen und sich einbringen. Ich möchte aktiv daran mitarbeiten, dass man auch weiterhin gut in Sulzthal leben kann und diese Lebensqualität nach außen sichtbar machen. Ich glaube, dass wir offen sein müssen für Neues, wenn wir unser Dorf, wie wir es kennen und lieben, bewahren wollen. Und dabei schließen sich Tradition und Innovation keinesfalls aus.